„Mut zu neuen Lebenszielen“
von links: Norbert Junghöfer mit seinem Nachfolger Albert Prigge
Interview mit scheidendem Vorsitzenden Norbert Junghöfer
Seit 2004 war Norbert Junghöfer (J) Vorsitzender der Seniorengemeinschaft. Jetzt, mit 87, legt der ehemalige Leiter der Anwendungstechnik/Entwicklung die Verantwortung in jüngere Hände. Das Mitarbeitermagazin wollte wissen, wie er die vergangenen 21 Jahre mit der Seniorengemeinschaft erlebt hat.
Herr Junghöfer, fällt Ihnen der Abschied vom Amt des Vorsitzenden schwer?
J: Nein, es fällt mir nicht schwer. Ich habe das all die Jahre mit Herzblut getan. Aber irgendwann macht sich das Alter doch bemerkbar und ich muss andere Prioritäten setzen.
Was hat Sie über diesen langen Zeitraum motiviert?
J: Ich schätze den Kontakt zu meinen ehemaligen Kollegen und wollte ihn gern weiter pflegen. Mein Vorgänger Heinrich Schäperklaus (früher technischer Leiter Plastik) bat mich 2004, ihn nach sechs Jahren im Amt abzulösen. Ich war mit meinem Renteneintritt 2003 Mitglied in der Seniorengemeinschaft geworden und habe das gern getan.
An welche Erlebnisse erinnern Sie sich besonders gut?
J: Da waren vor allem die Wochenreisen im Jahr. Die Organisation dieser Fahrten habe ich von Hans Eickholt (früher Leiter des Fuhrparks) übernommen. Das hat mir Spaß gemacht, von der ersten Idee über die Ausflugsziele und weitere Programmpunkte bis zur Reisebegleitung.
Wie entwickeln sich die Mitgliederzahlen?
J: Im Moment liegt der Zugang recht stabil bei 22 bis 25 Neuzugängen pro Jahr. Wir halten den Bestand von rund 320 Mitgliedern.
Hat sich das Veranstaltungsangebot im Laufe der Jahre verändert?
J: Nach wie vor legen wir das Augenmerk darauf, dass die ehemaligen Kollegen Möglichkeiten haben, sich zu treffen. Das wird sehr gut angenommen. Beim Grünkohlessen zum Beispiel waren fast 150 Leute da.
Welche Aufgaben hat die Seniorengemeinschaft?
J: Da zitiere ich mal aus der Satzung von 1990: „Ihren ausschließlichen und unabänderlichen Zweck sieht die Gemeinschaft in einer aktiven Gestaltung des dritten Lebensabschnittes ihrer Mitglieder, um so dem Alter ein inhaltsreiches Leben zu geben, geprägt von neuem Selbstbewusstsein und vom Mut zu neuen Lebenszielen.“ Das gilt bis heute, auch wenn man es jetzt vermutlich anders formulieren würde.
Was möchten Sie ihrem Nachfolger mit auf den Weg geben?
J: Er möge den Zusammenhalt unserer Gemeinschaft erhalten! So etwas wie unsere Seniorengemeinschaft gibt es in der Region nur einmal. Und ich freue mich, dass wir ohne Probleme einen guten Nachfolger gefunden haben!
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