Interesse im Markt ist groß
Haubenstretchfolie SmartFlex® mit min. 35 % PCR
Haubenstretchfolie mit mindestens 35 Prozent Post Consumer Recyclate (PCR) – dieses anspruchsvolle Projekt befindet sich mitten in der Erprobungsphase bei Kunden aus den Bereichen Chemie, Bau und Lebensmittel. Testläufe mit ausgewählten Maschinenherstellern im Vorfeld verliefen bereits positiv.
Im Hintergrund steht die europäische Verpackungsverordnung (Packaging & Packaging Waste Regulation - PPWR). Sie fordert ab 2030 einen Mindestanteil von 35 Prozent PCR in nicht kontaktsensitiven Anwendungen wie Haubenstretchfolien. Das eingesetzte Regranulat muss aus „Abfall nach Gebrauch“ gewonnen worden sein und dieser kann sowohl aus dem „Gelben Sack“ als auch aus der Industrie stammen. Wichtig ist, dass die wiederverwerteten Verpackungen oder Folien bereits verkauft und benutzt wurden.
Produktmanager Timm Strübbe weist auf die besonderen Herausforderungen hin: „Haubenstretchfolien brauchen eine hohe Elastizität und werden zu einem großen Teil unter Spannung abgeschweißt.“ Dies ist auch mit PCR zu erreichen, aber das erfordert eine gleichbleibend hohe Qualität des Rezyklats. „Wir setzen stark selektiertes Material ein und haben entsprechende Vereinbarungen mit unseren Lieferanten.“
Bisher wurde bei der Herstellung von SmartFlex® min. 35% sowohl Post Industrial Rezyklat (PIR) als auch, auf Kundenwunsch, Post Consumer Rezyklat (PCR) verarbeitet. Doch die neue EU-Verordnung fordert jetzt ausdrücklich die Verwendung von PCR. Entwickelt wurde die neue Rezeptur im InnoLab in Lengerich. Die Produktion von SmartFlex® wird zentral in unserem Werk in Walce stattfinden.
Ein wichtiger Aspekt bei Haubenstretchfolien ist die Ladungssicherheit gemäß Eumos (European Safe Logistics Association), nach der sich etliche unserer Kunden zertifizieren lassen. Egal ob Eimer, Steine oder Säcke, alle Ladegüter auf Palette müssen im Lkw unverrückbar gesichert sein. Hier gibt es durchaus kritische Stimmen, ob die Forderungen der europäischen Verpackungsverordnung auch unter diesem Gesichtspunkt für alle Anwendungen umsetzbar sind.
Timm Strübbe erwartet mit Spannung die Rückmeldungen der Kunden. „Eins steht fest: Das Interesse an PPWR-konformen Folienlösungen im Markt ist groß.“
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