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Gemeinsam viel bewegen

von links: Lea Hölscher, Julian Harmel und Steffen Gösling

Chancen liegen in Kommunikation und Digitalisierung

Kurzportraits:

Lea Hölscher ist Biotechnologin und hat sich bisher im produzierenden Gewerbe mit den Themen Produktsicherheit, Gefahrgut sowie Arbeitsschutz beschäftigt. Sie ist jetzt unter anderem Abfall- und Gefahrgutbeauftragte und unterstützt die Arbeitssicherheit.

Steffen Gösling ist Verfahrensingenieur und arbeitete vor Bischof+Klein bei der Bezirksregierung im Imissionsschutz. Jetzt ist er unter anderem zuständig für Immissions- und Gewässerschutz.

Julian Harmel ist Wirtschaftsingenieur und hat bisher im produzierenden Gewerbe die Themen Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement und Umweltschutz bearbeitet. Als Abteilungsleiter ist er zuständig für den gesamten Themenbereich Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

 

Drei neue Gesichter begegnen uns in der Abteilung Umwelt/Sicherheit/Klimaschutz/Nachhaltigkeit, kurz „USSI“ genannt. Das Mitarbeitermagazin sprach mit Julian Harmel (JH), dem neuen Leiter der Abteilung, sowie Lea Hölscher (LH) und Steffen Gösling (SG). 

 

Welche Themen stehen aktuell auf Eurer Agenda?

 

JH: Momentan bereiten wir uns beispielsweise auf die EMAS-Zertifizierung vor. Hinzu kommt die persönliche Einarbeitung in unsere jeweiligen Themenbereiche. Die nutzen wir zugleich, um Dinge aufzuarbeiten und zu optimieren.
SG: Beispielsweise Lärmschutz. Wir wollen auf Dauer deutlich unterhalb der Grenzwerte bleiben. Deshalb schauen wir uns den Lärmkataster genau an und prüfen die Prozesse sowie die Technik.
LH: Ein wichtiges Thema ist die Abfallentsorgung. Wir machen gerade Audits bei den Entsorgern und schauen, welche Optimierungsmöglichkeiten sich bieten.
JH: Hier lassen sich Prozesse digitalisieren und vernetzen. Warum nicht eine App nutzen, die automatisch den Entsorger informiert, wenn der Container voll ist – und dann auch gleich die Mengen dokumentiert und aufbereitet?

 

Worauf muss Bischof+Klein sich aus Eurer Sicht in Zukunft vorbereiten?

 

JH: Stichwort ppwr: Die neue europäische Verpackungsverordnung verlangt den Einsatz von mindestens 35 Prozent Post Consumer Recyclate (PCR) in vielen Verpackungen und Folien. Das steigert den Bedarf an hochwertigem, möglichst sortenreinem Regranulat. Eine Frage von vielen ist nun, welche Rolle unser eigenes Regranulat in diesem Zusammenhang spielt. Auch damit beschäftigen wir uns.
LH: Und natürlich mit der Frage, wie wir grundsätzlich mehr Abfall vermeiden können.

 

In Zukunft gilt in der EU die CSRD-Berichtspflicht (Corporate Sustainability Reporting Directive). Was bedeutet das für Bischof+Klein?

 

JH: Für Bischof+Klein bedeutet das eine andere Darstellung im Nachhaltigkeitsbericht. Hier unterstützen wir beispielsweise mit Kennzahlen und der Wesentlichkeitsmatrix.

 

Wir schauen auf 40 Jahre Umweltmanagement zurück. Wo sind wir richtig gut?

 

LH: Es gibt in den verschiedenen Bereichen eine hohe Expertise. Davon profitieren wir Neuen. Wir haben sehr gute Ansprechpartner, die tief drin stecken im Thema. Das Umweltmanagementsystem nach EMAS ist bei Bischof+Klein gut etabliert.

 

Und wo können wir besser werden?

 

JH: Ich denke gerade an die abteilungs- und werksübergreifende Kommunikation. Hier treiben uns neue Tools wie Teams und Sharepoint in die richtige Richtung!

 

Wie kann unsere Unternehmenskultur mit Werten wie Erstklassigkeit und Proaktivität beim Thema Umweltschutz helfen?

 

JH: Jeder Mitarbeiter bei Bischof+Klein sollte sich für Umweltschutz und Nachhaltigkeit interessieren und sich fragen: Was ist mein Beitrag? Das verstehe ich unter Proaktivität und Verantwortung.
SG: Das beginnt mit so einfachen Sachen wie Fenster schließen und Licht ausschalten und geht weiter mit vernünftiger Mülltrennung und sachgemäßem Umgang mit Granulat.
JH: Nachhaltigkeit ist ein super aktuelles Thema. Hier haben wir die Chance, mit der richtigen Strategie zum Vorreiter der Branche zu werden – erstklassig eben.

 

Was sind Eure persönlichen Anliegen?

 

JH: Unser oberstes Ziel ist das Vermeiden von Umweltauswirkungen und Arbeitsunfällen. Das gehen wir gemeinsam mit allen Kolleginnen und Kollegen an.
LH: Wir möchten nicht einfach Maßnahmen vorschreiben, sondern gemeinsam mit allen Beteiligten erarbeiten. Wir wollen Synergien nutzen. Nachhaltigkeit und Umweltschutz müssen nicht im Widerspruch zu Effizienz und Funktionalität stehen, sondern können sich ergänzen.
SG: Bei unseren USSI-Checks in allen Bereichen bekommen wir immer wertvolle Anregungen und Ideen. Der direkte Kontakt und Austausch sind wichtig, das haben wir auch bei unserem Besuch in Konzell erlebt. Gemeinsam können wir viel bewegen!