Erfülltes Arbeiten
Megatrend "New Work" verändert Unternehmenskultur
Der Megatrend „New Work“ verändert die Arbeitswelt. Diese neue Idee von Arbeit setzt auf Flexibilität und Eigenverantwortung. MitarbeiterInnen bekommen mehr Entscheidungsfreiheit und übernehmen mehr #Verantwortung. Neue Arbeitszeitmodelle können den individuellen Bedürfnissen verschiedener Lebensphasen angepasst werden. Digitalisierung fördert #Effizienz und erfordert zugleich eine #aktiveLernkultur.
Ein wichtiges Schlagwort im Zusammenhang mit New Work lautet „Purpose“. Übersetzt heißt das „Sinn, Zweck, Bestimmung“. Es geht um die Sinnhaftigkeit bezahlter Arbeit. New Work bedeutet, nicht nur einen Job zu machen, sondern darin auch Erfüllung und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten zu finden.
Für Unternehmen stellt der Megatrend New Work sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung dar. Beispiel Unternehmenskultur: Will man die Eigenverantwortung und #Proaktivität der MitarbeiterInnen fördern und von ihrer Kreativität profitieren, muss man zunächst traditionelle Hierarchien und starre Strukturen aufbrechen.
Unverzichtbar ist die Einführung neuer Technologien. Die Integration von digitalen Tools und automatisierten Systemen erfordert Investitionen und Schulungen der MitarbeiterInnen. Nur dann können sie die neuen Technologien effektiv nutzen.
Die Work-Life-Balance ist ein weiterer wichtiger Aspekt: Flexiblere Arbeitszeiten und Arbeitsorte können zu einem ausgewogenen Verhältnis von Arbeit und Privatleben beitragen. Sie können aber auch zu einer Überlastung führen. Eine Aufgabe der Führungskräfte ist es, dies zu vermeiden.
Unternehmen sollten sich Gedanken über die Gestaltung von Arbeitsräumen machen, die die Zusammenarbeit fördern. Gleichzeitig muss ungestörtes Arbeiten möglich sein. Arbeitsmodelle, die sowohl Präsenzarbeit als auch mobile Arbeit erlauben, eröffnen hier neue Möglichkeiten.
Um die Veränderungskraft des Megatrends New Work zu erkennen, lohnt ein Blick zurück: In der bäuerlich geprägten Gesellschaft trugen Männer und Frauen gleichermaßen zum Überleben der gesamten Hofgemeinschaft bei. Erst mit der Industrialisierung entstanden Arbeitsplätze, die außerhalb des Hauses lagen. An die Stelle der Hofgemeinschaft trat die Kleinfamilie, und Männer wie Frauen begannen einer außerhäuslichen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Hausarbeit fiel jedoch in dieser Zeit vermehrt in die Hände der Frauen – als zusätzliche Belastung neben der Erwerbsarbeit.
In der Folge konzentrierten sich politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen nur noch auf die Arbeit, die mit einem Einkommen verbunden war, also auf bezahlte Arbeit. Dieses Verständnis von Arbeit ist also noch recht jung – und wandelt sich.
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